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Materia medica · Nr. 3314

Teucrium scorodonia

Teucr-s.

In 10 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Teucrium scorodonia, der Salbei-Gamander oder Waldgamander, ist ein Pflanzenmittel aus der Familie der Lippenblütler, das nicht mit Teucrium marum verum zu verwechseln ist. Die Literatur führt es mit deutlichem Schwerpunkt bei knotigen und eiternden Veränderungen der Hoden sowie bei Erkrankungen der Lunge mit reichlichem Auswurf. Der Bezug zum tuberkulösen Formenkreis der älteren Literatur ist dabei durchgängig.

Konstitution

KörperbauBeschrieben werden meist magere, geschwächte Menschen mit geringer Widerstandskraft und Neigung zu langwierigen Eiterungen, wie sie die ältere Literatur dem tuberkulösen Formenkreis zuordnete.
Thermalitätfrostig
TemperamentZum Temperament liegen keine belastbaren Angaben vor. Die Datenbasis verzeichnet für dieses Mittel keine Gemütsrubriken. Beschrieben wird lediglich der Allgemeineindruck von Erschöpfung und Kraftlosigkeit, wie er zehrende Erkrankungen begleitet; ein eigenständiges seelisches Bild ist daraus nicht abzuleiten.

Gemütsbild

Kein eigenständiges Gemütsbild überliefertErschöpfung als Begleiterscheinung zehrender ZuständeEinordnung erfolgt über den körperlichen Befund

Für Teucrium scorodonia sind keine Gemütsrubriken verzeichnet. Das Mittel gehört zu den klinisch, nicht durch eine breite Prüfung erschlossenen Pflanzenmitteln; sein Bild beruht auf Beobachtungen an Kranken mit langwierigen Eiterungen und Lungenleiden. Was sich beschreiben lässt, ist der Allgemeinzustand: Schwäche, Abmagerung, geringe Belastbarkeit. Ein Gemütsbild im Sinne der großen Mittel ist in der Literatur nicht näher beschrieben. Wer das Mittel erwägt, geht vom Lokalbefund aus.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Knotige Veränderungen und Eiterung der Hoden - der am stärksten bewertete Befund des Mittels
Schwellung und Verhärtung des Hodens mit langwierigem Verlauf
Lungenerkrankung mit Auszehrung, in den Quellen als Phthisis pulmonalis geführt
Reichlicher, schleimiger Auswurf aus den Bronchien (Bronchorrhoe)
Allgemeine Schwäche und Abmagerung
Insgesamt ein Bild langwieriger, zehrender Verläufe
Verschlechterung
  • Feuchtkaltes Wetter
  • Anstrengung, mit Zunahme von Erschöpfung und Husten
Verbesserung
  • Ruhe und Wärme
  • Nach Abhusten des Auswurfs

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • Keine charakteristischen Verlangen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • Keine charakteristischen Abneigungen überliefert
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

Knotige und eiternde Veränderungen der HodenChronische HodenschwellungLangwierige Lungenerkrankungen mit AuszehrungReichlicher schleimiger Bronchialauswurf

Abgrenzung

Teucrium marum verum, der nähere Namensvetter, hat ein völlig anderes Bild und wird bei Nasenpolypen, Kribbeln in der Nase und Madenwürmern geführt - eine Verwechslung ist der häufigste Fehler bei diesem Mittel. Bei Hodenschwellung und Verhärtung führen die Repertorien vorrangig Aurum metallicum, Rhododendron chrysanthum, Spongia tosta und Clematis erecta. Für langwierige Lungenleiden mit reichlichem Auswurf stehen Stannum metallicum, Silicea terra und Tuberculinum im Vordergrund. Erkrankungen dieser Art gehören in ärztliche Abklärung.

Verwandte Mittel

Aurum metallicumClematis erectaRhododendron chrysanthumStannum metallicumTuberculinum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.