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Materia medica · Nr. 3426

Tropaeolum majus

Trop.

In 3 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Tropaeolum majus, die Große Kapuzinerkresse, ist eine aus Südamerika stammende Gartenpflanze, deren scharfe, senfölhaltige Blätter und Blüten seit langem in der Pflanzenheilkunde bei Schleimhautreizungen verwendet werden. In der homöopathischen Literatur ist sie ein kleines Mittel; Boericke führt sie mit einem einzigen, aber sehr prägnanten Merkmal: dem auffallend übelriechenden Urin. Die vorliegenden Rubriken bestätigen genau diesen Schwerpunkt.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht überliefert. Tropaeolum majus wird über das einzelne charakteristische Zeichen und nicht über ein Konstitutionsbild bestimmt.
Thermalitätwechselnd
TemperamentIn der Literatur nicht näher beschrieben. Eine ausgearbeitete Prüfung mit Gemüts- und Temperamentssymptomen liegt nicht vor; die Überlieferung beschränkt sich auf die ableitenden Harnwege und die Schleimhäute.

Gemütsbild

Kein geprüftes Gemütsbild überliefertIn den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesenZuordnung ausschließlich über das Harnsymptom

Zu Tropaeolum majus sind in den Repertorien keine Gemütsrubriken verzeichnet. Alle drei vorliegenden Einträge betreffen den Urin. Auch die knappe Darstellung bei Boericke bleibt rein örtlich und nennt keine seelischen Symptome. Das Mittel gehört damit zu jenen kleinen Pflanzenmitteln, die über ein einziges, aber sehr auffälliges Zeichen in die Materia medica gelangt sind. Für die Arzneiwahl bedeutet das: Sie stützt sich hier auf den ungewöhnlich starken Geruch des Harns und nicht auf ein Gesamtbild von Person und Gemüt. Für ein umfassendes Bild ist auf durchgeprüfte Harnmittel zurückzugreifen.

Ängste: Keine charakteristischen Ängste überliefert, In der Literatur nicht näher beschrieben

Leitsymptome

Auffallend übelriechender Urin; dies ist das kennzeichnende und einzige tragende Zeichen des Mittels in den Repertorien
Der Geruch wird in der Literatur als sehr stark und durchdringend beschrieben, oft in Verbindung mit trübem Harn
Die Pflanze ist reich an Senfölen; die Volksheilkunde ordnet sie Reizzuständen der Harn- und Atemwegsschleimhäute zu, in den Repertorien ist davon nur der Harngeruch abgebildet
Weitere Organsymptome sind nicht überliefert
Verschlechterung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Verbesserung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben
Abneigung
  • In den vorliegenden Rubriken nicht ausgewiesen
  • In der Literatur nicht näher beschrieben

In Repertorien häufig zugeordnet

In Repertorien beim übelriechenden Urin aufgeführtAllgemein den Harnsymptomen zugeordnetIn der Pflanzenheilkunde bei Reizzuständen der Harnwegsschleimhäute genanntDarüber hinaus keine gesicherten Anwendungsgebiete überliefert

Abgrenzung

Beim übelriechenden Urin stehen mehrere Mittel zur Wahl, die sich durch ihre Begleitzeichen unterscheiden. Benzoicum acidum trägt den kennzeichnenden, an Pferdeharn erinnernden Geruch mit dunkler Färbung und ist zugleich ein Gichtmittel mit wandernden Gelenkschmerzen. Nitricum acidum zeigt den scharfen, ebenfalls stark riechenden Harn zusammen mit splitterartigen Schmerzen und Rissen an den Schleimhautübergängen. Sepia verzeichnet den übelriechenden, trüben Harn mit lehmigem Bodensatz und einem ausgeprägten Gemüts- und Senkungsbild. Tropaeolum majus bleibt demgegenüber auf das eine Zeichen beschränkt und trägt keine dieser Begleitmerkmale.

Verwandte Mittel

Benzoicum acidumNitricum acidumSepiaBerberis vulgarisOcimum canum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.