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Materia medica · Nr. 3439

Tungstenium metallicum

Tung-met.

In 1 Rubriken klassischer Repertorien aufgeführt. Ein Mittelporträt mit Zuordnungen aus Repertorien und Materia medica – als Lern- und Orientierungshilfe.

Porträt

Tungstenium metallicum ist die homöopathische Zubereitung des Wolframs, eines sehr harten und außerordentlich hitzebeständigen Schwermetalls, das unter anderem für Glühwendeln und Werkzeugstähle verwendet wird. Das Mittel stammt aus der neueren Metallhomöopathie und wird dort im Zusammenhang mit Fragen von Standhalten, Belastbarkeit und Selbstwert besprochen. In OpenHomeopath ist eine einzige Rubrik verzeichnet, die den Mangel an Selbstvertrauen mit Selbstherabsetzung betrifft.

Konstitution

KörperbauEin Konstitutionstyp ist nicht überliefert; die Metallmittel der neueren Literatur werden vorrangig über Gemütsthemen und weniger über den Körperbau beschrieben.
Thermalitätin der Literatur nicht näher beschrieben
TemperamentBeschrieben wird ein Mensch, der sich hohen Anforderungen ausgesetzt sieht und die eigene Leistung dabei gering achtet. Die vorliegende Rubrik verweist auf eine Neigung, sich selbst herabzusetzen. Über diese Grundlinie hinaus fehlen gesicherte Angaben aus Prüfungen.

Gemütsbild

Mangel an SelbstvertrauenSelbstherabsetzung, Geringschätzung der eigenen LeistungFrage nach Belastbarkeit und Standhalten unter Druck

Die einzige verzeichnete Rubrik ordnet Tungstenium metallicum dem Themenkreis des fehlenden Selbstvertrauens zu, verbunden mit einer Neigung, den eigenen Wert klein zu reden. In der neueren Metallhomöopathie wird das Bild um die Vorstellung ergänzt, hohem Druck standhalten zu müssen und dabei doch an den eigenen Fähigkeiten zu zweifeln. Diese Deutung stützt sich auf die Signatur des Stoffes, der als besonders hart und hitzebeständig gilt, und ist nicht durch eine umfangreiche Prüfung abgesichert. Die klassische Materia medica führt das Mittel nicht. Weitergehende Gemütsschilderungen wären daher nicht belegt.

Ängste: Furcht, den Anforderungen nicht zu genügen, Zweifel an der eigenen Fähigkeit, eine Aufgabe zu bewältigen

Leitsymptome

Zur körperlichen Ebene liegt in der Datenbasis keine Rubrik vor; die einzige Angabe betrifft das Gemüt
Erschöpfung nach anhaltender Anspannung, in der neueren Literatur zu den schweren Metallen allgemein beschrieben
Verhärtungs- und Verspannungsgefühle, aus der Gruppencharakteristik der Metalle abgeleitet
Verschlechterung
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
  • für dieses Mittel liegen keine gesicherten Modalitäten vor
Verbesserung
  • in der Literatur nicht näher beschrieben
  • für dieses Mittel liegen keine gesicherten Modalitäten vor

Verlangen und Abneigungen

Verlangen
  • keine charakteristischen Verlangen überliefert
Abneigung
  • keine charakteristischen Abneigungen überliefert

In Repertorien häufig zugeordnet

Zustände mit ausgeprägtem Mangel an Selbstvertrauen und Selbstherabsetzung, entsprechend der vorliegenden RubrikErschöpfungszustände nach lang anhaltender Anspannung, in der neueren Metallliteratur besprochenZweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit im Beruf

Abgrenzung

Von Aurum metallicum unterscheidet sich Tungstenium durch das Fehlen der schweren Schwermütigkeit und des ausgeprägten Pflichtdrucks; von Argentum nitricum durch das Fehlen der hastigen Erwartungsspannung. Gegenüber Silicea, das ebenfalls beim Thema mangelndes Zutrauen genannt wird, fehlen die charakteristischen Allgemein- und Schweißsymptome. Da für Tungstenium nur eine Rubrik vorliegt, bleibt die Abgrenzung vorläufig.

Verwandte Mittel

Aurum metallicumSiliceaArgentum nitricumPalladium metallicum

Porträt erstellt aus Repertoriumsdaten mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells (2026-09-05). Die Angaben geben Zuordnungen der homöopathischen Literatur wieder, keine medizinische Wirksamkeit.

Einordnung

Dieses Porträt ist eine Lern- und Orientierungshilfe. Es ersetzt keine Diagnose oder Behandlung; bei ernsten oder anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einholen. Die Wahl von Mittel, Potenz und Anwendung gehört in fachkundige Hände.